Value Bets
Informationen zum Artikel
| Lesezeit | 15 Minuten (je nach Erfahrung und Zielsetzung) |
| Für wen geeignet | Einsteiger, Arbitrage-Wetter und Nutzer, die sich für Value-Betting-Strategien interessieren |
| Schwierigkeitsgrad | Mittel (Grundkenntnisse über Wettquoten und Buchmacherbegriffe sind hilfreich) |
| Was Sie erfahren | Was Value Bets sind, wie man sie findet, wie sie sich von Surebets unterscheiden und wie Value Betting in der Praxis funktioniert |
Wie funktionieren Value Bets?
Manchmal bietet ein Buchmacher eine Quote an, die über dem geschätzten fairen Wert liegt. Solche Wetten werden als Value Bets, Value-Wetten oder Wetten mit positivem Erwartungswert bezeichnet.
Die wichtigste Frage ist, ob eine Quote tatsächlich Value bietet. Dafür können eigene Berechnungen oder spezielle Value-Betting-Scanner genutzt werden, die die Quoten verschiedener Buchmacher vergleichen und potenziell profitable Abweichungen erkennen.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Value Bets?
- Wie wird eine Value Bet berechnet?
- Warum eine höhere Quote nicht automatisch Value bedeutet
- Wie Value-Betting-Scanner Value Bets finden
- Kann man Value Bets manuell finden?
- Value Bets und Surebets
- Value Betting bei Live-Wetten
- Wie verwendet man einen Value-Betting-Scanner?
- Wie bewertet man die Ergebnisse langfristig?
- Value Betting vs. Arbitrage
- Häufige Fragen zu Value Bets
- Fazit
Was sind Value Bets?
Value Bets, Value-Wetten und Wetten mit positivem Erwartungswert beschreiben dieselbe Grundidee: Es geht darum, Quoten zu finden, die höher sind, als es der geschätzten Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses entspricht.
Jede Dezimalquote lässt sich in eine implizite Wahrscheinlichkeit umrechnen. In der einfachsten Form lautet die Berechnung:
Wahrscheinlichkeit = 1 / Quote
Eine Quote von 2,00 entspricht beispielsweise einer Wahrscheinlichkeit von 50%, eine Quote von 4,00 entspricht 25% und eine Quote von 1,50 etwa 66,7%.
Nehmen wir an, die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit einer Mannschaft wird auf 55% geschätzt. Die faire Quote für diese Wahrscheinlichkeit beträgt:
1 / 0,55 = 1,82
Bietet der Buchmacher 1,70 an, hat die Wette nach unserer Einschätzung keinen Value. Bietet er dagegen 2,00 an, sieht die Situation anders aus: Unsere geschätzte Wahrscheinlichkeit liegt über der Wahrscheinlichkeit, die in der Buchmacherquote enthalten ist.
Eine solche Quote bietet Value.
Wichtig ist: Eine Value Bet muss nicht gewinnen. Auch eine Mannschaft mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 55% kann verlieren. Der mathematische Vorteil zeigt sich nicht bei einer einzelnen Wette, sondern über eine größere Anzahl von Wetten.
Wie wird eine Value Bet berechnet?
Um zu beurteilen, ob eine Wette einen mathematischen Vorteil bietet, kann der Erwartungswert berechnet werden:
EV = P × Q - 1
dabei gilt:
- P -- geschätzte Wahrscheinlichkeit des Ergebnisses;
- Q -- Quote des Buchmachers.
Nehmen wir wieder das gleiche Beispiel:
- geschätzte Gewinnwahrscheinlichkeit -- 55%;
- Buchmacherquote -- 2,00.
Die Berechnung lautet:
0,55 × 2,00 - 1 = 0,10
Der Erwartungswert beträgt +10%. Theoretisch bedeutet das, dass Wetten zu vergleichbaren Quoten über eine ausreichend große Stichprobe einen positiven mathematischen Vorteil bieten.
Genau hier liegt jedoch die größte Schwierigkeit beim Value Betting: Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit von 55% steht nirgendwo neben dem Namen der Mannschaft. Sie muss zunächst geschätzt werden.
Warum eine höhere Quote nicht automatisch Value bedeutet
Ein häufiger Fehler besteht darin, jede Quote als Value Bet zu betrachten, die deutlich höher ist als die Quoten anderer Buchmacher.
Angenommen, vier Buchmacher bieten auf dasselbe Ergebnis Quoten zwischen 1,90 und 1,95 an, während ein fünfter Buchmacher 2,05 anbietet. Die Quote von 2,05 ist eindeutig attraktiver. Daraus lässt sich aber noch nicht automatisch schließen, dass die Wette einen positiven Erwartungswert hat.
Für die Abweichung kann es verschiedene Gründe geben:
- ein Buchmacher hat seine Quote langsamer aktualisiert;
- andere Buchmacher bewegen ihre Quoten bereits in die entgegengesetzte Richtung;
- die Buchmacher verteilen ihre Marge unterschiedlich auf die einzelnen Ergebnisse;
- verschiedene Buchmacher verwenden unterschiedliche Modelle zur Bewertung eines Ereignisses;
- eine Quote gehört zu einem leicht abweichenden Markt oder unterliegt anderen Abrechnungsregeln;
- die Daten des Scanners enthalten vorübergehend einen Fehler oder eine falsche Marktzuordnung.
Deshalb gilt: Die höchste Quote am Markt ist ein guter Ausgangspunkt für eine weitere Prüfung, aber noch kein Beweis für eine Value Bet.
Dasselbe gilt für den einfachen Durchschnitt mehrerer Buchmacherquoten. Ein solcher Durchschnitt kann als Orientierung dienen, sollte aber nicht automatisch als faire Quote betrachtet werden. In jeder Buchmacherquote steckt eine Marge, und nicht jede Buchmacherlinie hat dieselbe Aussagekraft für den Markt.
Wie Value-Betting-Scanner Value Bets finden
Hunderte Buchmacher und Tausende Wettmärkte manuell miteinander zu vergleichen, ist praktisch unmöglich. Deshalb werden für Value Betting spezielle Scanner eingesetzt.
Der grundlegende Ablauf sieht ungefähr so aus:
- Der Service sammelt die Quoten verschiedener Buchmacher.
- Er ordnet identische Sportereignisse und Wettmärkte einander zu.
- Er bestimmt einen Referenzwert, anhand dessen die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses eingeschätzt wird.
- Dieser Referenzwert wird mit der Quote eines bestimmten Buchmachers verglichen.
- Ist die Abweichung groß genug, erscheint die Wette in der Value-Bets-Liste.
Besonders wichtig ist der dritte Punkt. Verschiedene Anbieter können unterschiedliche Methoden verwenden: den Marktkonsens, besonders effiziente Referenzlinien, eigene mathematische Modelle, die Bereinigung der Quoten um die Buchmachermarge oder eine Kombination mehrerer Verfahren.
Deshalb kann dieselbe Wette bei einem Scanner mit +3% Value angezeigt werden, bei einem anderen mit +5% und bei einem dritten überhaupt nicht erscheinen.
Das ist normal. Der angezeigte Value-Prozentsatz ist keine absolute Größe, die sich immer exakt bestimmen lässt. Er hängt vom Berechnungsmodell des jeweiligen Services ab.
Die Aufgabe eines guten Scanners besteht daher nicht einfach darin, die höchste Quote anzuzeigen. Er soll Situationen erkennen, in denen die Quote eines Buchmachers deutlich vom geschätzten fairen Marktwert abweicht.
SureBet für die Suche nach Value Bets
SureBet verdient hier besondere Erwähnung. Neben Surebets und Middles bietet der Service einen eigenen Bereich für Value Bets. Ein wichtiger Vorteil ist der kostenlose Einstieg: Im Free-Tarif sind Value Bets mit einem berechneten Value von bis zu 10% verfügbar. So lässt sich zunächst ausprobieren, wie die automatische Suche nach Value-Wetten funktioniert, bevor man sich für einen kostenpflichtigen Tarif entscheidet.
Kann man Value Bets manuell finden?
Ja. Klassisches Value Betting gab es bereits lange vor modernen Scannern.
Ein Wetter kann sich auf eine bestimmte Sportart oder Liga konzentrieren und die Wahrscheinlichkeiten verschiedener Ergebnisse selbst einschätzen. Im Fußball können beispielsweise folgende Faktoren berücksichtigt werden:
- aktuelle Form der Mannschaften;
- Aufstellungen, Ausfälle und Verletzungen;
- Heim- und Auswärtsleistungen;
- Motivation und sportliche Ziele;
- Spielweise beider Mannschaften;
- Spielplan und Belastung;
- Statistiken für den jeweiligen Wettmarkt;
- Bewegung der Buchmacherquoten.
Nach der Analyse erhält der Wetter eine eigene Wahrscheinlichkeitsschätzung und vergleicht diese mit der Quote des Buchmachers.
Angenommen, ein eigenes Modell schätzt die Wahrscheinlichkeit für Über 2,5 Tore auf 60%. Die faire Quote wäre:
1 / 0,60 = 1,67
Bietet ein Buchmacher dafür eine Quote von 1,85 an, bietet die Wette nach diesem Modell Value.
Der Nachteil der manuellen Methode liegt auf der Hand: Eine hochwertige Analyse erfordert Zeit, Erfahrung und viele Daten. Außerdem muss die attraktive Quote gefunden werden, bevor sich der Markt verändert.
Ein Scanner ist deshalb besonders nützlich als Marktfilter. Anstatt Tausende von Ereignissen selbst zu durchsuchen, erhält der Nutzer bereits eine Auswahl möglicher Value Bets und kann sich auf die Prüfung einzelner Angebote konzentrieren.
Value Bets und Surebets
Value Bets und Surebets entstehen beide durch Abweichungen bei Buchmacherquoten. Deshalb werden die beiden Strategien manchmal miteinander verwechselt. Sie funktionieren jedoch unterschiedlich.
Eine Surebet entsteht, wenn die besten Quoten für gegensätzliche Ergebnisse bei verschiedenen Buchmachern so kombiniert werden können, dass alle notwendigen Ausgänge abgedeckt werden und sich daraus eine mathematisch positive Arbitrage-Kombination ergibt.
Beim Value Betting wird dagegen nur auf ein ausgewähltes Ergebnis gesetzt. Der Ausgang dieser einzelnen Wette bleibt ungewiss.
Daraus ergibt sich eine interessante Frage: Ist eine Seite einer Surebet automatisch eine Value Bet?
Manchmal kann das der Fall sein -- zwingend ist es jedoch nicht.
Das Auftreten einer Surebet zeigt, dass zwischen den Buchmacherquoten eine deutliche Abweichung besteht. Aus der Arbitrage-Situation allein lässt sich aber nicht feststellen, welche Quote tatsächlich falsch bewertet ist.
Eine Surebet zwischen zwei Buchmachern kann beispielsweise entstehen durch:
- eine zu hohe Quote beim ersten Buchmacher;
- eine zu hohe Quote beim zweiten Buchmacher;
- gleichzeitige Bewegungen beider Quoten;
- unterschiedliche Reaktionsgeschwindigkeiten der Buchmacher auf Marktveränderungen.
Eine Arbitrage-Situation kann deshalb als Signal für die Suche nach Value dienen. Anschließend muss jedoch geprüft werden, welche Quote tatsächlich vom geschätzten fairen Marktwert abweicht.
Value Betting bei Live-Wetten
Value Bets gibt es nicht nur vor dem Spiel. Auch bei Live-Wetten können Preisabweichungen entstehen, da sich die Quoten während eines laufenden Sportereignisses ständig verändern.
Ein Tor, eine rote Karte, ein Break im Tennis oder eine Punkteserie im Basketball zwingt Buchmacher dazu, die Wahrscheinlichkeiten laufend neu zu berechnen. Verschiedene Systeme reagieren nicht immer gleich schnell. Dadurch können kurzfristig deutliche Quotenabweichungen entstehen.
Hier spielt die Geschwindigkeit des Scanners eine besonders wichtige Rolle. Je schneller ein Service neue Daten erfasst und korrekt zuordnet, desto größer ist die Chance, eine interessante Quote noch vor der nächsten Marktbewegung zu sehen.
Bei Live-Wetten ist die Aktualität der Daten jedoch besonders wichtig. Vor dem Platzieren einer Wette sollte geprüft werden:
- ob die Quote beim Buchmacher noch verfügbar ist;
- ob der Spielstand im Scanner mit dem beim Buchmacher übereinstimmt;
- ob der Wettmarkt korrekt zugeordnet wurde;
- ob sich die Quote gerade stark bewegt;
- ob sich die Bedingungen der Wette nach dem Öffnen des Wettscheins geändert haben.
Für Live Value Betting sind deshalb eine hohe Aktualisierungsgeschwindigkeit und eine zuverlässige Marktzuordnung besonders wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Scanners.
Wie verwendet man einen Value-Betting-Scanner?
Den Scanner zu öffnen und sofort auf die erste angezeigte Möglichkeit zu setzen, ist nicht die beste Vorgehensweise. Zunächst sollte die Ausgabe an die eigene Strategie angepasst werden.
1. Buchmacher auswählen
Es bringt wenig, Tausende Value Bets bei Buchmachern angezeigt zu bekommen, die man selbst nicht nutzt. Gute Scanner ermöglichen es deshalb, nur die gewünschten Anbieter in der Ausgabe zu lassen.
2. Quotenbereich festlegen
Wetten mit Quoten von 1,20 und 8,00 haben ein sehr unterschiedliches Varianzprofil. Konzentriert sich die eigene Strategie auf einen bestimmten Quotenbereich, können andere Angebote direkt herausgefiltert werden.
3. Mindestwert für Value einstellen
Ein sehr kleiner berechneter Vorteil kann bereits nach einer geringen Quotenänderung verschwinden oder durch Unterschiede im Berechnungsmodell beeinflusst werden. Gleichzeitig sollte ein ungewöhnlich hoher Value-Prozentsatz zusätzlich geprüft werden: Manchmal steckt dahinter keine außergewöhnlich gute Quote, sondern ein falsch zugeordnetes Ereignis oder ein anderer Wettmarkt.
4. Alter der Value Bet prüfen
Eine Quote, die vor fünf Minuten noch Value geboten hat, kann inzwischen uninteressant geworden sein. Je schneller sich der Markt bewegt, desto wichtiger ist die Aktualität des Eintrags.
5. Wette beim Buchmacher überprüfen
Vor der Bestätigung des Wettscheins sollte kontrolliert werden, ob Sportereignis, Wettmarkt, Handicap oder Total, Spielabschnitt und Quote mit den Angaben des Scanners übereinstimmen.
6. Strategie nicht anhand weniger Wetten beurteilen
Value Betting basiert auf dem Erwartungswert. Das Ergebnis einer einzelnen Wette sagt deshalb nur sehr wenig darüber aus, ob die erhaltene Quote tatsächlich gut war.
Sinnvoller ist es, Daten zu den eigenen Wetten zu sammeln: Einstiegsquote, berechneter Value, Ergebnis, spätere Marktquote und die Resultate über eine größere Anzahl von Wetten.
Wie bewertet man die Ergebnisse langfristig?
Eine hilfreiche Kennzahl beim Value Betting ist der Closing Line Value, kurz CLV.
Vereinfacht gesagt wird dabei die Quote, zu der eine Wette platziert wurde, mit der Marktquote kurz vor Beginn des Sportereignisses verglichen.
Zum Beispiel:
- die Wette wurde zu einer Quote von 2,10 platziert;
- kurz vor Spielbeginn liegt die Quote für denselben Markt nur noch bei 1,90.
Die Wette kann trotzdem verlieren. Der Wetter hat jedoch eine bessere Quote erhalten als diejenige, auf die sich der Markt später zubewegt hat.
Ein einzelner Fall beweist noch nichts. Wenn jedoch über eine große Stichprobe regelmäßig Quoten erzielt werden, die besser sind als die späteren Marktpreise, kann das ein hilfreicher Hinweis auf die Qualität der eigenen Value Bets sein.
Umgekehrt lohnt sich eine genauere Prüfung, wenn ein Scanner regelmäßig Value anzeigt, die Quoten anschließend aber weiter steigen. In diesem Fall sollte man die Filter, die ausgewählten Buchmacher und die Berechnungsmethode des Services überprüfen.
Entscheidend ist immer eine ausreichend große Anzahl von Wetten. Auch eine Strategie mit positivem Erwartungswert kann Verlustserien erleben -- insbesondere bei höheren Quoten. Das ist eine normale Folge der Varianz.
Warum solche Schwankungen entstehen und wie sich ihre Auswirkungen reduzieren lassen, erklären wir ausführlicher im Artikel "Wie kann man die Varianz bei Value Bets reduzieren?".
Value Betting vs. Arbitrage
| Kriterium | Value Betting | Surebet-Arbitrage |
|---|---|---|
| Anzahl der Wetten | Normalerweise eine Wette auf ein ausgewähltes Ergebnis | Wetten auf alle erforderlichen Ergebnisse |
| Quelle des mathematischen Vorteils | Eine Quote über dem geschätzten fairen Wert | Quotenabweichungen zwischen verschiedenen Buchmachern |
| Abhängigkeit vom Ausgang des Ereignisses | Ja | Die Arbitrage-Kombination ist so aufgebaut, dass sie unabhängig vom Ausgang ein mathematisch positives Ergebnis liefert, sofern alle Wetten wie vorgesehen platziert und abgerechnet werden |
| Eigene Wahrscheinlichkeitsschätzung erforderlich | Ja -- selbst berechnet oder durch ein Modell des Services | Für die klassische Berechnung einer Surebet ist keine Vorhersage des Siegers erforderlich |
| Wichtigstes Werkzeug | Value-Betting-Scanner / Analysemodell | Surebet-Scanner und Arbitrage-Rechner |
| Wann zeigt sich der Vorteil? | Über eine größere Anzahl von Wetten | Innerhalb der einzelnen Arbitrage-Kombination |
Value Betting sollte deshalb nicht einfach als Form der Arbitrage bezeichnet werden. Beide Strategien basieren darauf, Ineffizienzen in Buchmacherquoten zu erkennen, nutzen diese Abweichungen jedoch auf unterschiedliche Weise.
Für Arbitrage-Wetter können Value Bets trotzdem eine sinnvolle zusätzliche Möglichkeit sein. Einige Scanner bieten Surebets, Middles und Value Bets innerhalb eines einzigen Services an und ermöglichen damit verschiedene Ansätze für die Arbeit mit Quotenabweichungen.
Häufige Fragen zu Value Bets
Was ist eine Value Bet einfach erklärt?
Eine Value Bet ist eine Wette, bei der die angebotene Buchmacherquote über der geschätzten fairen Quote für dieses Ergebnis liegt. Ist die geschätzte Wahrscheinlichkeit höher als die in der Buchmacherquote enthaltene Wahrscheinlichkeit, hat die Wette einen positiven Erwartungswert.
Ist die höchste Quote immer eine Value Bet?
Nein. Eine höhere Quote ist bei exakt demselben Wettmarkt zwar immer attraktiver als eine niedrigere, aber dadurch entsteht nicht automatisch Value. Die Quote muss mit einer Einschätzung des fairen Werts verglichen werden.
Kann eine Value Bet verlieren?
Ja. Value beschreibt den mathematischen Vorteil einer Quote und garantiert nicht den Ausgang eines Sportereignisses. Auch eine korrekt identifizierte Value Bet kann verlieren.
Kann man Value Bets automatisch finden?
Ja. Spezialisierte Scanner vergleichen Buchmacherlinien und erkennen automatisch Quoten, die einen berechneten Vorteil bieten könnten. Dadurch lässt sich der Aufwand für die manuelle Suche deutlich reduzieren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Value-Betting-Scanner und einem Quotenvergleich?
Ein klassischer Quotenvergleich zeigt vor allem, bei welchem Buchmacher die höchste Quote verfügbar ist. Ein Value-Betting-Scanner versucht zusätzlich, einen fairen Referenzwert oder eine faire Wahrscheinlichkeit zu bestimmen und daraus den möglichen mathematischen Vorteil zu berechnen.
Muss man das Spiel selbst analysieren, wenn man einen Scanner verwendet?
Es ist nicht zwingend notwendig, für jedes Ereignis ein eigenes mathematisches Modell zu entwickeln. Der Scanner übernimmt die erste Suche automatisch. Vor dem Platzieren einer Wette sollte jedoch geprüft werden, ob Quote, Wettmarkt, Ereignis und Wettbedingungen noch aktuell sind.
Was ist besser -- Value Betting oder Surebets?
Es handelt sich um unterschiedliche Strategien. Bei Surebets werden mehrere Quoten kombiniert, um die erforderlichen Ergebnisse abzudecken. Beim Value Betting geht es dagegen um einzelne Wetten mit positivem Erwartungswert. Welche Methode besser geeignet ist, hängt von der eigenen Strategie, den verfügbaren Buchmachern und den verwendeten Tools ab.
Fazit
Die Grundidee des Value Betting besteht nicht einfach darin, möglichst viele Gewinner vorherzusagen. Das Ziel ist, regelmäßig Quoten zu erhalten, die über ihrem geschätzten fairen Wert liegen.
Deshalb reicht es nicht aus, mehrere Buchmacher zu öffnen und einfach die höchste Quote auszuwählen. Es wird ein zuverlässiger Referenzwert benötigt, anhand dessen sich beurteilen lässt, ob eine Quote tatsächlich attraktiv ist.
Solche Wahrscheinlichkeiten können selbst berechnet werden. In der Praxis machen Value-Betting-Scanner die Suche jedoch deutlich schneller. Sie analysieren eine große Anzahl von Sportereignissen, Märkten und Buchmachern, berechnen mögliche Vorteile und ermöglichen es, die Ergebnisse passend zur eigenen Strategie zu filtern.
Bei der Auswahl eines Services sollte nicht nur auf die Anzahl der gefundenen Value Bets geachtet werden. Wichtig sind auch die Berechnungsmethode, die Aktualisierungsgeschwindigkeit, die unterstützten Buchmacher, die Qualität der Marktzuordnung, die Filter und die Benutzerfreundlichkeit.
Services mit Funktionen für Value Betting haben wir in unserer Topliste der Value-Betting-Scanner zusammengestellt. Dort lassen sich die verschiedenen Angebote vergleichen und ein passender Service auswählen.

